Demo gegen sexuelle Gewalt um 13:30 Uhr

Ab hier hört der Spaß auf! NEIN zu sexueller Gewalt!
Demonstration am 5. Februar, ab 13.30 Uhr am Dortmunder Rathaus

Die Ereignisse in der Silvesternacht auf der Domplatte in Köln, aber auch in anderen Städten Deutschlands - u.a. in Dortmund, haben große Betroffenheit und Entsetzen hervorgerufen.

Seit Jahrzehnten kämpfen Frauenrechtsorganisationen, Gleichstellungsbeauftragte und Frauenverbände in Deutschland für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Ebenen der Gesellschaft und für die Ächtung jeder Form von Gewalt gegen Frauen sowie den Schutz der Opfer. Trotz vieler Maßnahmen sind die Zahlen auch heute noch besorgniserregend hoch! So haben laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 40% der Frauen in Deutschland seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt!

Das Erleben sexualisierter Gewalt kann für Betroffene gravierende Auswirkungen haben. Durch einen sexuellen Übergriff wird das Vertrauen in Sicherheit und zwischenmenschliche Beziehungen erschüttert. Solch ein Übergriff ist eine massive Verletzung der körperlichen und sexuellen Integrität. Die Angst vor sexualisierter Gewalt schränkt Frauen in ihrer Bewegungsfreiheit und gesellschaftlicher Teilhabe ein. Die tagtäglich ausgeübte sexualisierte Gewalt hat nicht nur Auswirkungen auf die direkt betroffenen Frauen, sondern führt oftmals dazu, dass Frauen als gefährlich geltende Orte oder Gegenden meiden. Es ist eine gesamtgesellschaftliche gleichstellungspolitische Aufgabe, sexualisierte Gewalt zu bekämpfen!

Neu bei den Vorfällen in der Silvester-Nacht ist das beschriebene Ausmaß der durch Gruppen von Männern im öffentlichen Raum ausgeübten Gewalt gegen Frauen. Auch wenn die mutmaßlichen Täter in Köln und den anderen Städten Migrationshintergrund haben oder auch Flüchtlinge sind, ist damit selbstverständlich kein Generalverdacht gegen Flüchtlinge verbunden!

Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft hat sich ein breites Bündnis von mehr als 50 Dortmunder Organisationen aus fast allen gesellschaftlichen Bereichen gebildet. Neben vielen Frauenverbänden und -Beratungsstellen beteiligen sich auch das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Organisationen von Migrantinnen- und Migrantenorganisationen, Hochschulen, Parteien, Gewerkschaften, Serviceclubs und viele andere.

Es ist wichtig, Stellung zu beziehen, denn Gewalt gegen Frauen, besonders sexuelle Gewalt, ist kein Kavaliersdelikt!

ALLE sind gefordert, sexueller Gewalt und dieser neuen Dimension wirkungsvoll entgegenzutreten. Wir stehen in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich Frauen überall, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum, angstfrei bewegen können. Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind, benötigen unseren Schutz, unsere Hilfe und unsere Solidarität! Unsere öffentlichkeitswirksame Aktion macht deutlich, dass die Grenzen anderer Personen und deren sexuelle Integrität unantastbar sind!

Der 5. Februar als Datum des Protestmarsches ist bewusst gewählt! Mitten in der Karnevalszeit (Freitag vor Rosenmontag) ist diese Demonstration auch als Warnung vor weiteren sexuellen Übergriffen zu verstehen. Sie startet vor dem Rathaus und zieht zur Katharinentreppe am Hauptbahnhof, wo dann die Abschlusskundgebung stattfindet.

Die Rednerinnen und Redner

  • Justine Grollmann, Arbeitsgemeinschaft der Dortmund Frauenverbände
  • Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
  • Dr. Ümit Koşan, VMDO Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine DO e.V.
  • Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates
  • Kenan Küçük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums e.V.

Die Forderungen

  • Verschärfung des Sexualstrafrechts
  • Sexuelle Belästigung als Straftat ahnden und nicht nur als Beleidigung.
  • Bei Vergewaltigung Täter auch dann bestrafen, wenn sich das Opfer subjektiv als schutzlos empfindet.
    Weitere Informationen hier: http://www.frauenverbaende-dortmund.de/node/123
  • Stärkung der Arbeit der Beratungsstellen und der Frauenhäuser, Ausbau ihres Angebotes und der finanziellen Absicherung.
  • Führen einer offenen, kritischen und differenzierten Debatte über sexualisierte Gewalt, wozu auch die Analyse, Aufarbeitung und Bekämpfung von soziokulturellen, weltanschaulichen und religiösen Hintergründen gehört.
  • Breit angelegte zielgruppenorientierte Präventionsmaßnahmen, die sich insbesondere auch an Jungen und Männer richten und in bestehenden Programmen wie beispielsweise Integrationskursen verankert werden.

Es ist wichtig, dass wir uns solidarisch zeigen und in großer Zahl an der Kundgebung teilnehmen!

Wir müssen in Dortmund ein deutliches Zeichen setzen, dass sexualisierte Gewalt in keiner Weise geduldet wird!

Seien nicht nur Sie dabei, sondern mobilisieren Sie möglichst viele Frauen und Männer aus Ihren Kreisen, am Protestmarsch teilzunehmen!

Es ist ausgesprochen wichtig, zahlreich dabei zu sein um damit unseren Forderungen lautstark und vielfach Ausdruck zu verleihen!

 

DAS BÜNDNIS

  • Africa Positive e.V. Dortmund
  • Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen - ASF
  • AK Dortmunder Hauswirtschaftsmeisterinnen
  • Alevitische Gemeinde Dortmund e.V.
  • Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Dortmund
  • Aufmüpfige Frauen - Stiftung
  • Bündnis 90/ Die Grünen, Kreisverband Dortmund
  • CDU-Frauenvereinigung, Kreisverband Dortmund
  • CKD Caritaskonferenzen im Erzbistum, Stadtverband Dortmund
  • Deutscher Ärztinnenbund e.V., Gruppe Dortmund
  • Deutscher Juristinnenbund, Ortsgruppe Dortmund
  • Deutscher Kinderschutzbund, Ortsverband Dortmund
  • Deutscher Verband Frau und Kultur e.V., Gruppe Dortmund
  • Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Dortmund e.V.
  • dffw Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V.
  • DGB Deutscher Gewerkschaftsbund, Kreis Dortmund
  • DHB - Netzwerk Haushalt - Ortsverband Dortmund
  • Die Linke, Kreisverband Dortmund
  • DONNA Unternehmerinnen Netzwerk Westfälisches Ruhrgebiet e.V.
  • Dortmunder Mitternachtsmission e.V.
  • Evangelischer Kirchenkreis Dortmund
  • Fachhochschule Dortmund
  • Frauen helfen Frauen e. V.
  • Frauenbrücke Ost-West, Region Ruhrgebiet/Dortmund
  • Fraueninitiative Couragina
  • FRAUENZENTRUM HUCKARDE 1980 e.V.
  • Frauenverband Courage Dortmund e.V.
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW Dortmund
  • Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund
  • IN VIA Dortmund e.V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
  • Internationales Frauencafé Dortmund e.V.
  • KfD Kath. Frauengem. im Erzbistum Paderborn, Stadtverband Dortmund
  • Kinderschutzzentrum Dortmund
  • Klüngelstammtisch
  • Kreisjugendwerk der AWO Dortmund
  • LEBEDO Lesbenberatungsstelle Dortmund e.V.
  • LibELLEn Dortmund
  • Liberale Frauen Kreisverband Dortmund
  • MGH Mütterzentrum Dortmund e. V.
  • Migrantinnenverein Dortmund e.V.
  • Multikulturelles Forum e.V.
  • SKF Sozialdienst Katholischer Frauen DO-Hörde
  • SKF Sozialdienst Katholischer Frauen Dortmund
  • Sophia e.V.
  • Soroptimist – International, S.I. Clubs Dortmund und Dortmund-Ruhrregion
  • SoVD Kreisverband Dortmund - Sozialverband Deutschland
  • Synodalverband Dortmund der evangelischen Frauenhilfe e.V.
  • Train of Hope, Flüchtlingshilfe Dortmund
  • Technische Universität Dortmund
  • ver.di, Bezirk Dortmund
  • VMDO Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine DO e.V.
  • WLLV Landfrauenverband Ruhr-Lippe
  • Zonta Club Dortmund
  • Zonta Club Dortmund Phoenix

 

Termin

Freitag, 22. Januar 2016